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Bester VPN für die Schweiz (Juni 2026): Proton VPN, NordVPN, Surfshark und Mullvad im Vergleich

Bester VPN für die Schweiz (Juni 2026): Proton VPN, NordVPN, Surfshark und Mullvad im Vergleich
Photo by panumas nikhomkhai on Pexels

Wer in der Schweiz einen VPN sucht, stösst schnell auf Ranglisten, die zwei Dutzend Anbieter nach Serverzahl, Geschwindigkeit und Streaming-Eignung sortieren. Für die meisten dieser Punkte spielt der Standort des Anbieters keine Rolle. Genau dieser Standort entscheidet aber darüber, wer im Ernstfall an deine Verbindungsdaten kommt und nach welchem Recht ein Anbieter eine Behördenanfrage beantworten muss. Dieser Vergleich ordnet vier Anbieter nach Firmensitz, unabhängig geprüfter No-Logs-Politik und Schweizer Relevanz: Proton VPN, NordVPN, Surfshark und Mullvad. Am Ende weisst du, welcher zu dir passt.

TL;DR

  • Für die meisten ist Proton VPN die naheliegendste Wahl, dank Schweizer Firmensitz, Servern in Zürich und einer viermal geprüften No-Logs-Politik.
  • NordVPN bietet das grösste Servernetz für Streaming und Reisen und gehört zur selben Firma wie Surfshark (Nord Security).
  • Für maximale Anonymität sorgt Mullvad mit einem Konto ohne E-Mail und Zahlung per Bargeld oder Monero.
  • Der Serverstandort allein sagt wenig über den Schutz aus. Wichtiger sind eine geprüfte No-Logs-Politik und der Firmensitz.

Die vier Anbieter im direkten Vergleich

Tipp: Mit «Fokussieren» hebst du eine Anbieterspalte hervor.

Kriterium
Ausprobieren →
Ausprobieren →
Ausprobieren →
Ausprobieren →
Hauptsitz (Eigentümer) Schweiz (Proton Foundation) Panama (Nord Security) Niederlande (Nord Security) Schweden (unabhängig)
Ausserhalb der 5/9/14 EyesJaJaNein (9 Eyes)Nein (14 Eyes)
Unabhängiges No‑Logs‑AuditSecuritum (2025)Deloitte (2025)Deloitte (2025), SecuRing (2025)Cure53 (2024), X41 (2025)
Kostenlose VersionJaNeinNeinNein
Max. gleichzeitige Geräte1010Unbegrenzt5
Server in der SchweizZürich (8)Zürich (120+)Zürich (keine Angabe)Zürich (keine Angabe)
Nur‑RAM‑ServerJaJaJaJa
Kill SwitchJaJaJaJa
Keine E-Mail bei AnmeldungNeinNeinNeinJa
Anonyme ZahlungBargeld per Post, BitcoinKrypto, GutscheinkartenKryptoBargeld per Post, Monero
Abrechnung in CHF / BanküberweisungJaNeinNeinNur Bargeld in CHF
ProtokolleWireGuard, OpenVPN, IKEv2NordLynx, OpenVPN, IKEv2WireGuard, OpenVPN, IKEv2WireGuard, OpenVPN
Multi‑HopSecure CoreDouble VPNMultiHop / NexusJa
Tor über VPNJaJaNeinNein

Welcher VPN passt zu dir?

Welcher Dienst der beste ist, hängt davon ab, wofür du ihn nutzt. Die folgenden vier Profile decken die häufigsten Fälle in der Schweiz ab.

Für die meisten Privatpersonen und Freelancer: Proton VPN. Der Anbieter Proton VPN sitzt in Genf, fällt damit unter Schweizer Recht und betreibt seine Schweizer Server auf eigener Hardware. Die kostenlose Version reicht für gelegentlichen Schutz im offenen WLAN, das Plus-Abo bringt Server in über 100 Ländern, einen VPN-Kill-Switch und Streaming-Unterstützung. Für Selbstständige, die Kundendaten über fremde Netze schützen, ist das die solideste Grundlage.

Proton VPN bietet eine dauerhaft kostenlose Version mit unbegrenztem Datenvolumen für ein Gerät. Das Plus-Abo beginnt im 2-Jahres-Abo bei rund CHF 3 pro Monat (Stand: 15.06.2026), die aktuellen Preise stehen auf der Proton-VPN-Seite.

Für Streaming, viele Geräte und häufige Reisen: NordVPN. NordVPN sitzt in Panama, also ausserhalb der grossen Überwachungsallianzen, und betreibt das im Vergleich mit anderen Anbietern mit Abstand grösste Servernetz. Wer oft im Ausland auf Schweizer Dienste zugreift oder zuverlässig streamt, profitiert von der Zahl der Standorte. Bis zu 10 Geräte lassen sich gleichzeitig verbinden.

NordVPN beginnt im 2-Jahres-Abo bei rund CHF 3.40 pro Monat, das einzelne Monatsabo kostet deutlich mehr (Stand: 15.06.2026). Details stehen auf der NordVPN-Seite.

Für kleine Budgets und unbegrenzte Geräte: Surfshark. Surfshark erlaubt als einziger Anbieter unbegrenzt viele Geräte pro Konto und ist meist der günstigste der vier. Der Firmensitz liegt in den Niederlanden, einem Mitglied der erweiterten Überwachungsallianzen. Ausserdem gehört Surfshark zur selben Firma wie NordVPN. Beides ist kein Ausschlusskriterium, sollte bei der Wahl aber bekannt sein.

Surfshark startet im 2-Jahres-Abo bei rund CHF 2.50 pro Monat (Stand: 15.06.2026). Die aktuellen Preise stehen auf der Surfshark-Seite.

Für maximale Anonymität: Mullvad. Mullvad aus Schweden verlangt bei der Anmeldung keine E-Mail, sondern vergibt eine zufällige Kontonummer. Bezahlen kannst du mit Bargeld per Post oder mit Monero, ganz ohne Verbindung zu deiner Identität. Das kleinere Servernetz und die schwächere Streaming-Unterstützung sind der Preis dafür. Für Recherche, Aktivismus oder ein hohes Schutzbedürfnis ist Mullvad die erste Wahl.

Mullvad kostet pauschal 5 Euro pro Monat, ohne Rabattstaffeln und ohne Mehrjahresbindung (Stand: 15.06.2026).

Was bedeutet «No-Logs» bei VPNs und lässt es sich überprüfen?

Eine No-Logs-Politik heisst, dass ein Anbieter weder deine Aktivität noch Verbindungsdaten wie IP-Adressen oder Zeitstempel speichert. Das Versprechen allein ist wenig wert, denn überprüfen lässt es sich nur von aussen. Genau dafür gibt es unabhängige Prüfungen. Eine spezialisierte Firma sieht sich die Server und Konfigurationen an und bestätigt, dass nichts protokolliert wird.

Alle vier Anbieter haben ihre No-Logs-Politik unabhängig prüfen lassen, allerdings unterschiedlich oft. NordVPN hat die meisten Prüfungen vorzuweisen (sechs durch Deloitte seit 2018, zuletzt Ende 2025), Proton VPN folgt mit vier Prüfungen durch Securitum. Surfshark wurde von Deloitte (2023 und 2025) sowie durch eine Infrastrukturprüfung von SecuRing (Dezember 2025) geprüft, Mullvad unter anderem von Cure53 und X41. 2023 durchsuchte die schwedische Polizei das Büro von Mullvad und fand keine Kundendaten, weil dort keine gespeichert werden.

NordVPN und Surfshark gehören seit 2022 zur selben Firma, Nord Security. Beide werben als eigenständige Marken, teilen sich aber den Eigentümer. Das macht keinen der beiden schlechter, relativiert aber den Eindruck, man habe zwei vollständig unabhängige Anbieter zur Auswahl.

Warum hat Proton VPN weniger Schweizer Server als NordVPN?

Die Anzahl der Schweizer Server allein sagt wenig über die Qualität aus. NordVPN betreibt in der Schweiz über 120 Server, Proton VPN 8. Diese Zahlen lassen sich kaum vergleichen, weil die Anbieter unterschiedlich zählen und zwei wichtigere Punkte ausblenden: Kapazität und Eigentum. Proton VPN betreibt eigene Server. NordVPN nutzt eine Mischung aus eigenen und gemieteten Servern und weist den Schweizer Anteil nicht aus.

Für eine Einzelperson, einen Freelancer oder ein KMU zählt vor allem, dass in Zürich genug freie Kapazität bereitsteht. Das ist bei beiden Anbietern der Fall. Ein grosses Servernetz hilft vor allem bei hoher Auslastung zu Stosszeiten, bei sehr vielen gleichzeitigen Nutzenden oder beim Streaming über viele Länder. Lies die Serverzahl also als Hinweis auf Kapazität und Grösse, nicht als Urteil über Vertrauen oder Qualität.

Wie zahlst du anonym für einen VPN?

Anonym wird die Sache erst, wenn weder beim Konto noch bei der Zahlung eine Spur zu dir führt. Hier hebt sich Mullvad deutlich ab. Statt einer E-Mail bekommst du bei der Anmeldung eine zufällige Kontonummer. Bezahlen kannst du mit Bargeld, das du per Post einschickst (auch in Franken), oder mit Monero. Bargeld bleibt anonym, weil keine Bank und kein Zahlungsdienstleister die Zahlung mit deinem Namen verknüpfen. Bei Karte oder PayPal ist das anders. Zusammen mit dem Konto ohne E-Mail bleibt so kaum etwas übrig, das sich dir zuordnen liesse.

Proton VPN akzeptiert ebenfalls Bargeld per Post sowie Bitcoin, verlangt aber eine E-Mail für das Konto. NordVPN und Surfshark nehmen Kryptowährungen entgegen, knüpfen das Konto aber an eine E-Mail-Adresse. Eine Banküberweisung in Franken bietet von den vier Anbietern nur Proton VPN an, was vor allem für die Buchhaltung von Unternehmen in der Schweiz praktisch ist.

Lohnt sich ein kostenloser VPN?

Das kommt darauf an, von wem er kommt. Die kostenlose Version von Proton VPN ist eine echte Ausnahme. Sie bietet das gleiche Schutzniveau wie die Bezahl-Abos und unbegrenztes Datenvolumen, dafür weniger Serverstandorte und nur ein Gerät. Sie eignet sich gut, um den Dienst zu testen oder gelegentlich im Café-WLAN abgesichert zu sein.

Bei kostenlosen Diensten ohne erkennbares Geschäftsmodell ist dagegen Vorsicht angebracht. Wenn niemand für den Betrieb der Server bezahlt, finanziert sich der Anbieter oft über Werbung oder den Verkauf von Nutzungsdaten, also genau das, wovor ein VPN schützen soll. Für regelmässige Nutzung ist ein günstiges Bezahl-Abo die verlässlichere Wahl.


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Zuletzt aktualisiert: 15.06.2026